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Work-Life-Balance: Ein weltweites Problem im Job


05.02.2007

Von Korea bis USA, von Brasilien bis Schweden


München, 05.02.2007 - Work-Life-Balance ist nicht nur in Deutschland ein brisantes Thema - das zeigt eine weltweite Befragung von fast 14.000 Erwerbstätigen in 24 Ländern durch das Marktforschungsinstitut Vocatus und sein internationales Netzwerk IRIS. Ein Mangel an Work-Life-Balance beeinträchtigt die persönliche Gesundheit sowie das Privat- und Familienleben bei der Hälfte aller Befragten: Ursache sei vor allem ein fehlendes Gleichgewicht zwischen Arbeitszeit (62%) und Bezahlung (53%). In Deutschland kommt dazu bei fast jedem Fünften eine relativ geringe Freude an der eigenen Arbeit (18%).

Während die Befragten weltweit in erster Linie ihre persönlichen Entscheidungen als Schlüssel zu einem besseren Gleichgewicht sehen (61%), steht für Deutsche eine gute Kooperation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Vordergrund (76%). International hat nur knapp die Hälfte der Befragten (45%) selbst noch nie versucht, zu einem besseren Gleichgewicht zu kommen - in Deutschland bleibt sogar weit mehr als die Hälfte passiv (57%). Wer seine persönliche Work-Life-Balance selbst in die Hand nahm, hatte international zu knapp einem Drittel Erfolg damit (29%) - während die Deutschen nur zu knapp einem Viertel Verbesserungen bewirken konnten (23%).

Die größten Chancen für den Ausgleich von Privat- und Berufsleben versprechen sich die Erwerbstätigen weltweit von flexibleren Arbeitszeiten (60%) und einem Home Office (42%). Angesichts sehr viel besserer technischer Ausstattung im internationalen Vergleich hat Deutschland die Ernüchterung bereits erreicht: Hier sehen zwei Drittel in der Technik keine Möglichkeit zu einer besseren Work-Life-Balance zu kommen (65%).

Als Land der Pessimisten wird Deutschland auch in der vorliegenden Studie bestätigt: Ob Gleichgewicht mit dem Privatleben, Freude am Job, berufliche Anerkennung, Karrierechancen, Job-Sicherheit oder Bezahlung - die Zufriedenheit der Deutschen ist viel geringer (11%) als bei den Arbeitskollegen in anderen Ländern (27%). Die Unzufriedenheit ist ebenfalls geringfügig höher (14%) als rund um den Globus (10%).

In Managemententscheidungen haben Deutsche geringeres Vertrauen (63 %) als andere Nationen (74%). Auch die Organisationsstrategie ihres Unternehmens halten nur gut ein Drittel der Deutschen für richtig (36%), während die Hälfte der Befragten rund um den Globus diese bejaht (51%).

"Für seine Erwerbstätigen hat jedes Land spezifische Verbesserungschancen vor dem Hintergrund seiner kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Grundlagen. Die Ergebnisse zeigen zwei klare Verbesserungspotenziale: die Arbeitsstrukturen von Unternehmen und die Eigenverantwortlichkeit von Erwerbstätigen für ihre persönliche Work-Life-Balance. Für Unternehmen ist es eine große Chance, gezielt ihre Position im Wettbewerb um die High Potenzials zu optimieren", betont Vocatus-Vorstand Florian Bauer.



Über IRIS

IRIS (International Research InstituteS) ist das weltweit größte und renommierteste Netzwerk unabhängiger Marktforschungsinstitute mit insgesamt 1.500 Mitarbeitern in über 30 Ländern und einem jährlichen Gesamtumsatz von über 170 Mio. Euro. Alle IRIS Mitglieder zeichnen sich durch langjährige internationale Projekterfahrung, höchste Qualitätsansprüche, hochkarätige Projektdurchführung und praxisorientierte Analysen aus. In Deutschland ist Vocatus das exklusive Partnerinstitut von IRIS.