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Erfolgsfaktoren bei internationalen Mitarbeiterbefragungen

Im Zuge der Internationalisierung gewinnt auch die internationale Mitarbeiterbefragung an Bedeutung. Allerdings funktioniert es in den wenigsten Fällen, einfach die bisherige Mitarbeiterbefragung aus der Unternehmenszentrale zu nehmen, in die entsprechenden Sprachen zu übersetzen und an die Tochtergesellschaften zu verschicken. Denn bei internationalen Befragungen lauern viele Stolpersteine – angefangen von der Projektorganisation über kultur- und landesspezifische Aspekte bis hin zur Vergleichbarkeit der Ergebnisse.

Globales Projektteam einberufen

Eine internationale Mitarbeiterbefragung verlangt eine adäquate, wohl durchdachte Projektorganisation. Diese steht und fällt zunächst mit dem Team, das den Roll-out der Mitarbeiterbefragung auf internationaler Ebene organisiert. Hierbei ist es besonders wichtig, nicht nur Mitarbeiter aus dem Headquarter in das Projekt einzubinden. Alle Regionen und Landesgesellschaften sollten unbedingt eine eigene Stimme im Projektteam haben – sei es direkt oder zumindest indirekt über einen Vertreter. Daneben müssen an den einzelnen Standorten die lokalen Koordinatoren und Prozessbeauftragten benannt sein, die für die operative Durchführung verantwortlich sind und als zentraler Ansprechpartner für die Mitarbeiter vor Ort fungieren. Außerdem ist ein einheitliches Verständnis von der Zielsetzung und Bedeutung der Mitarbeiterbefragung bei allen Beteiligten sicherzustellen. Auch die Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen lokalen Teams und dem Kernteam ist für den Projekterfolg zentral und sollte deshalb zu Beginn der Projektkonzeption definiert werden. Gerade bei Unternehmen, die zum ersten Mal eine internationale Mitarbeiterbefragung planen, besteht in der Regel ein hoher Bedarf an Unterstützung beim Aufsetzen des Projektes.

Buy-in aller Organisationseinheiten sichern

Der Erfolg einer Mitarbeiterbefragung hängt unmittelbar von der Beteiligungsquote ab. Es gilt deshalb, von vornherein die aktive Unterstützung der regionalen und lokalen Entscheidungsträger sowie der Mitarbeitervertreter sicher zu stellen. Voraussetzung dafür ist die frühzeitige Einbindung des regionalen und lokalen Managements. Schließlich stellen Mitarbeiterbefragungen einen Eingriff in deren Macht- und Gestaltungsbereich dar.

Kultur- und landesspezifische Themen integrieren

Der hohe Aufwand für Druck und Datenaufnahme spricht bei Paper & Pencil Befragungen in der Regel für einen international einheitlichen Fragebogen, der sich nur durch unterschiedliche Sprachversionen unterscheidet. Die Flexibilität bei Online Befragungen erlaubt es hingegen, ohne großen zusätzlichen Aufwand auch landes- oder regionenspezifische Fragemodule mit aufzunehmen. Dieses erhöht nicht nur das Buy-in der Landesgesellschaften, sondern ermöglicht es auch, die Themen aufzugreifen, die vor Ort für das HR-Management oder die Unternehmensleitung spezifisch relevant sind. Hohe Sensibilität ist jedoch bei soziodemographischen Fragen angebracht. Hier empfiehlt es sich, Fragen zum Beispiel nach Alter oder Geschlecht zu vermeiden, da dies je nach Kultur zu Irritationen führen kann. Sind diese Informationen dennoch unbedingt erforderlich, sollte dies auf jeden Fall im Vorfeld mit allen Landesgesellschaften proaktiv abgestimmt werden.

Mitarbeiterdatenbank aktualisieren

Eine aktuelle Mitarbeiterdatenbank ist eine elementare Voraussetzung, um die Befragung korrekt durchführen und die Auswertung gemäß der Organisationsstruktur vornehmen zu können. Diese Datenbank sollte unter anderem die Namen aller Mitarbeiter, ihre E-Mail Adressen, Zugehörigkeit zu Organisationseinheiten, Zuordnung zu den jeweiligen Vorgesetzten, Standorte und die Lieferadressen für Fragebögen enthalten. Durch Übernahmen, Fusionen und Umstrukturierungen existieren jedoch äußerst selten solche Mitarbeiterdateien, die auf Knopfdruck alle aktuellen Angaben ausgeben. Vielmehr müssen diese Mitarbeiterdaten erst ermittelt und dann in aller Regel in zeitaufwändigen Schritten und Feedbackschleifen aktualisiert werden.

Dieser Text stammt aus einem Fachartikel, den Sie im Folgenden kostenlos per E-Mail erhalten können.


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Personalmagazin
Umfang: 3 Seiten

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