Neben unseren Fachartikeln werden Experten und Studien von Vocatus regelmäßig in Fach- und Wirtschaftsmedien zitiert.
Unten finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Erscheinungen mit jeweils einer kurzen Zusammenfassung.
Weiter gehende Fragen beantworten wir Ihnen natürlich gerne.
"Viele Printtitel sind zu billig"
Die Optimierung der Vertriebspreise war in der Verlagsbranche bislang eher ein Randthema. Verlage orientierten sich entweder am Wettbewerb oder
erhöhten die Preise nach Bauchgefühl. Dabei bietet eine fundierte Preisstrategie enormes Potenzial zur Gewinnsteigerung, bestätigt
auch Florian Bauer, Vorstandsmitglied der Münchner Beratungsfirma Vocatus: "Viele Printtitel sind immer noch zu günstig, dadurch
entgehen den Verlagen Erlöse". Die Angst der Verleger, aufgrund einer Preiserhöhung deutliche Leserverluste verzeichnen zu
müssen, sei unbegründet. Tatsächlich kennen die meisten Abonnenten den Preis ihrer Zeitung oder Zeitschrift überhaupt nicht.
"Ein viel häufigeres Motiv für die Kündigung eines Abonnements ist nicht der Preis, sondern das subjektiv als Schmerz
empfundene Gefühl, eine Zeitschrift weitgehend ungelesen wegwerfen zu müssen", so der Preisexperte.
Auch bei neuen Digitalangeboten sollte von Anfang an eine angemessene und fundierte Preisstrategie verfolgt werden. "Es geht auch darum
Referenzpreise zu etablieren, um Wertigkeiten zu vermitteln", so Bauer. Insgesamt ist es die Aufgabe der Verleger "(...) eine
Preiserhöhungskultur zu etablieren, in der die Erhöhung die Regel und nicht die Ausnahme ist".
April 2012, Der Österreichische Journalist
"Preise auf dem Prüfstand"
Die Verlagsbranche kämpft seit einigen Jahren mit sinkenden Anzeigenerlösen. Umso wichtiger wird es, die Preisstrategien neu zu überdenken.
Doch diese stellt für die Verlage eine große Herausforderung dar: "Sie haben in der Vergangenheit den Anzeigenmarkt fokussiert und dabei den
Leser als zahlenden Kunden vernachlässigt", so Florian Bauer, Vorstandsmitglied der Münchner Beratungsfirma Vocatus. Bisherige Strategien
führten zu elementaren Fehlern. So investierten Verlage beispielsweise viel in die Gewinnung neuer Kunden und schafften Anreize mit Hilfe
von Prämien und Preisvorteilen. Gleichzeitig vernachlässigten sie jedoch die langjährigen, loyalen Kunden.
Auch im Bezug auf neue Kommunikationskanäle bestehe bei den Verlagen Optimierungsbedarf. Hier werden zum Beispiel App-Abos mit der Zugabe eines
Tablet-PCs belohnt. Pricing-Experte Bauer hält das für gefährlich, weil "dadurch Preise vermischt werden und keine Nachhaltigkeit für das
Zeitungs- oder Magazin-Abonnement entsteht. So entwertet man sein Produkt". Weiterhin warnt Bauer davor, den gleichen Fehler wie zu Beginn des
Internetangebotes zu begehen, als teuer erarbeitete Inhalte kostenlos online gestellt wurden.
29.03.2012, HORIZONT
"Die Psychologie des Preises"
Unbewusste Prozesse steuern, was wir kaufen und was nicht. Das bedeutet: Menschen handeln deutlich weniger rational und preisfixiert
als viele Unternehmen glauben. Zudem reagieren Kunden auf Preisangaben sehr unterschiedlich, weiß Psychologe und Vocatus Vorstand
Dr. Florian Bauer. Deshalb rät er: "Wer das komplexe Verhalten von Konsumenten wirklich verstehen will, muss vor allem die Emotionen und Motive
kennen, die ihren Entscheidungen zu Grunde liegen."
Dabei seien Unternehmen aber keineswegs Opfer von den Preissensitivitäten ihrer Kunden, erläutert Bauer:
"Tatsächlich konsumieren Menschen immer genau so, wie eine Branche sie sich erzieht." Hier hat beispielsweise die jahrelange
Umsonst-Kultur im Internet tiefe Spuren hinterlassen. Denn die Menschen hätten einfach gelernt, dass sie für Medieninhalte im Netz nichts
zahlen müssen. "Man sieht aber am Beispiel der Apps, dass für virtuelle Medieninhalte durchaus Geld gefordert werden kann", so Bauer.
Vocatus Studien belegen, dass Leser für die App-Version einer Zeitschrift sogar mehr bezahlen würden als für das Heft am Kiosk.
Dementsprechend ist sich Bauer sicher: "Eine angemessene Honorierung wird bei internetbasierten Inhalten in ein paar Jahren völlig normal sein."
19.03.2012, FOCUS
"Wertvoller Impulsgeber für Unternehmensinnovationen"
Im Interview mit dem Branchendienst marktforschung.de betonte Vocatus Vorstand Hardy C. Koth wie wichtig es sei, dass sich die Marktforschung
vom Zahlenlieferanten emanzipieren und "zum wertvollen Impulsgeber für Unternehmensinnovationen und zum geschätzten Ratgeber für eine
umfassende, kundenorientierte Unternehmensstrategie" werden müsse. Dabei müssten auch neue Wege beschritten werden, um Unternehmen "noch
bessere, effektivere und pragmatischere Maßnahmen aufzuzeigen und so einen signifikanten Beitrag zu deren Umsatz- und Gewinnsteigerung zu
leisten."
Ein solcher Weg sei beispielsweise das von Vocatus entwickelte Matchmaker-Instrument. Damit lassen sich Kunden erstmals auf Basis ihres
tatsächlichen, empirischen Entscheidungsverhaltens verorten - ganz individuell auf Produkt- und Unternehmensebene. "Denn nur so lassen sich die
einzelnen Kundentypen auch wirklich gezielt, individuell und vor allem effektiv ansprechen", betont Koth. Dabei seien diese einzelnen
Konsumententypen, die Matchmaker verwendet, "keine abstrakten Konstrukte, sondern sie sind so intuitiv und verständlich, dass man sich auch
selbst darin leicht wiederfindet." Das erleichtere es erheblich, alle Unternehmensbereiche auf diese Kundentypen einzustimmen und pragmatisch
umsetzbare Maßnahmen abzuleiten. Dabei spielt Matchmaker in allen Bereichen seine Vorteile aus - von der Strategie und Produktentwicklung bis
hin zum Vertrieb und Customer Care.
19.03.2012, marktforschung.de
"Der Bauch kann irren"
Die Preise für Printmedien sind oft Bauchentscheidungen. Dadurch entstehen jedoch Preise, die zu hoch oder deutlich zu niedrig sein können.
"Beides kann fatale Konsequenzen haben", warnt Vocatus Vorstand Dr. Florian Bauer: "Ist der Preis zu hoch, bleibt das Produkt liegen; ist er zu
niedrig, nimmt der Verlag zu wenig ein. Hinzu kommt: Ein Produkt kann auch ein Ladenhüter werden, weil es zu günstig ist." Denn einen niedrigen
Preis verbinden Kunden auch mit einer schlechteren Qualität, so Bauer weiter.
Deshalb benötigen Verleger mehr Informationen darüber, "wie ein bestimmter Preis auf seinen Kunden wirkt, was den Kaufimpuls am Kiosk auslöst
und was darüber entscheidet, ob ein Abo bestellt wird", betont Bauer. Daneben sei wichtig zu wissen, wie die Preisbereitschaft der Kunden
ausgeprägt ist und wie sich Preiserhöhungen auf deren tatsächliches Verhalten auswirken. Ganz wichtig bei der Preisstrategie sei es, vom Leser
her zu denken - und für den zähle in erster Linie der Nutzen: "Wenn das Produkt keinen Nutzen für ihn bringt, ist er nicht bereit, dafür Geld
auszugeben. Nicht die Kosten rechtfertigen somit einen hohen Preis, sondern der Nutzen, den ein Produkt bietet", so Bauer.
März 2012, impresso
"Der Preis wird überschätzt"
Die bisherigen Preisstrategien in den Wirtschaftsmedien gleichen denen bei klassischen Tageszeitungen und Magazinen. Doch Preis-Spezialist
und Vocatus Vorstand Dr. Florian Bauer warnt davor, die gleichen Fehler zu machen: "Die Verlage werben vor allem mit Prämien und mit Geld um
Neuabonnenten, das entwertet letztlich das Produkt." Zudem verärgere die großflächige Werbung mit den Prämien für Neuabonnenten die bisher
treuen Kunden: "Manche springen gar deswegen ab, weil sie das unfair finden."
Die Ursache für eine solche Preispolitik sieht Bauer darin, dass häufig "die Preisgestaltung aus dem Bauch heraus entschieden [wird], und zwar,
weil man in erster Linie Reichweite will." Dabei werde der Preis für die Kaufentscheidung bei Printprodukten immer noch überschätzt: "Einer,
der die "FAZ" liest, schaut nicht, ob die "SZ" vielleicht günstiger ist, so funktioniert das nicht", erklärt Bauer. Dennoch orientierten sich
viele Verlage an den Preisen des Wettbewerbs. Der richtige Preis und die Möglichkeiten für Erhöhungen
ließen sich jedoch nur herausfinden, wenn man den tatsächlichen Kunden fragt. Dabei muss man jedoch beachten, dass viele Befragte einen hohen
Anreiz haben zu lügen. "Deshalb müssen Sie intelligent fragen", betont Bauer. Statt plump die Preisbereitschaft zu erfragen, sei es
beispielsweise wichtig herauszufinden, wie gut die Abonnenten die Preise tatsächlich kennen.
Februar 2012, Wirtschaftsjournalist
"Zuverlässigkeit schlägt Preis"
Der Preis stellt für den qualifizierten Bürofachhandel nicht das geeignete Marketinginstrument für langfristigen Erfolg dar.
Dies ergab die für den Büroartikelhersteller Esselte Leitz durchgeführte Studie "User Chooser" des Marktforschungsinstituts Vocatus.
Ziel der Studie war es, dem Bürofachhandel Perspektiven für ein effizienteres Marketing aufzuzeigen. Hierzu wurden Büroartikel-Einkäufer
in Unternehmen mit einer Betriebsgröße von bis zu 250 Büroarbeitsplatzen befragt.
Der Preis erwies sich hierbei als vergleichsweise wenig relevant für die Kaufentscheidung. Nur ein Viertel der Unternehmen wählt bei einer
Bestellung den günstigsten Anbieter aus. Gleichzeitig sind Preiswissen und -interesse bei den Einkäufern eher gering ausgeprägt.
Zentrale Kriterien für die Kaufentscheidung stellen Kundenzufriedenheit, Produkteigenschaften, Zuverlässigkeit und Schnelligkeit der Lieferung,
ein reibungsloser Bestellvorgang sowie das Katalogdesign dar. Frank Lutz, Marketing Director Central Europe bei Esselte Leitz, bekräftigt:
"Qualitativ hochwertige Markenprodukte lassen den Fachhandel höhere Warenkorbwerte erzielen. Sie werden wegen ihrer Qualität unabhängig vom
Preis, sondern vor allem auf Grund positiver Erfahrungswerte gekauft." Darüber hinaus sieht er in einer kundengerechten Produktpräsentation
einen Ansatz zur nachhaltigen Umsatzsteigerung. Die Preisschraube sei hingegen nicht der Weg zu mehr Ertrag, so Lutz.
Januar 2012, BusinessPartner PBS
"Heißer Preis"
Wird das Friseurhandwerk heute noch fair bezahlt? Dies war die zentrale Frage im Interview der Friseurfachzeitschrift TOP HAIR an den
Vocatus Marktforscher Kishor Sridhar. Seine Antwort ist klar: "Handwerk ist Leistung und gute Leistung muss ihren Wert haben.
Dieser muss sich auch im Preis ausdrücken." Allerdings gab er zu bedenken, dass viele mittelständische Betriebe aus Unwissenheit um das
tatsächliche Kundenverhalten sich auch selbst unter Preisdruck setzten, obwohl dies gar nicht nötig wäre: "Aus Angst, Kunden an den
Wettbewerber zu verlieren, wird bei jeder Preissenkung im Umkreis mitgezogen."
Dabei sei es ein Trugschluss, dass ein Friseur zwangsläufig Kunden verliert, wenn er höhere Preise als die Konkurrenz anbietet.
"Man kann gewinnen, wenn man bewusst aus dem Preiskampf aussteigt", so Sridhar. "Man muss sich fragen, wofür der Kunde bezahlt
und wie viel er bereit ist zu bezahlen." Dabei sei entscheidend, seine Kunden genau zu kennen und in Erfahrung zu bringen,
ob Leute freiwillig bereit sind, mehr zu bezahlen: "Ein grundsätzlicher Fehler ist es zu glauben, die Kunden würden nur auf den Preis achten.
Das ist nicht der Fall." Es komme daher darauf an, sich nicht nur auf die Schnäppchenjäger zu konzentrieren, sondern vor allem andere
Kundengruppen anzusprechen. Dabei sollte dann aber nicht einfach der Preis erhöht werden, vielmehr empfiehlt Sridhar, dem Kunden ein
Wohlfühl-Erlebnis und zusätzliche Services rund um den Friseurbesuch zu bieten, denn "dann vergleicht er nicht mit der Konkurrenz."
15. Januar 2012, TOP HAIR International Business
"Psychological Pricing"
Auf der Veranstaltung des Marketing Clubs Köln-Bonn räumte Vocatus Vorstand Dr. Florian Bauer mit der gängigen Meinung auf, der Verbraucher
sei als "Homo Oeconomicus" ausschließlich an preiswerten Produkten interessiert. "Viele Unternehmen unterliegen dieser trügerischen Annahme
und setzen daher auf eine falsche Preisstrategie", machte er deutlich. Fakt sei aber, so Bauer weiter, dass zu niedrige Preise oder zu häufige
Rabattaktionen sich sehr negativ auf die Umsatzbilanz und das Firmenimage auswirken können.
Anschaulich demonstrierte Bauer anhand einer Blitzumfrage unter den Zuhörern, wie scheinbar widersprüchlich sich Konsumenten entscheiden -
etwa wenn es um Mobilfunktarife geht. Dennoch sind solche Verhaltensweisen mit dem Blick der Preispsychologie nachvollziehbar und offenbaren
wertvolle Chancen für die Unternehmensstrategie. Dies untermauerte er mit konkreten Branchenbeispielen und zeigte, wie eine Analyse der
verschiedenen Konsumententypen hilft, teure Fehler zu vermeiden und erfolgreiche neue Wege zu beschreiten.
Dezember 2011, Marketing-Club Kompakt
"Psycho-Logical Pricing - Mit innovativen Strategien versteckte Potenziale ausschöpfen"
Nicht selten orientieren sich Unternehmen bei der eigenen Preisgestaltung an den Preisen des Wettbewerbs oder
verlassen sich auf das Bauchgefühl. Beachtet man aber, dass vor allem der Preis der effektivste Hebel zur Steigerung
des Unternehmensgewinns ist, scheinen diese Methoden unzureichend.
Dr. Florian Bauer, Vorstand des Münchner Marktforschungsinstituts Vocatus, zeigt die Bedeutung und Möglichkeiten
einer richtigen Preisstrategie: "Versteht es ein Unternehmen, die tatsächlichen Motive der Konsumenten anzusprechen,
eröffnen sich ihm ganz neue Margenpotenziale und innovative Preisstrategien". So ist beispielsweise ein günstiger Preis
nicht immer das entscheidende Motiv bei einer Kaufentscheidung. Häufig sind sogar Qualität und Fairness viel ausschlaggebender
als ein scheinbar attraktives Sonderangebot.
21.11.2011, Marketing Club Hamburg
Preise - Kunden suchen nach Vergleichen
In einem Interview für die 3SAT-Sendung "nano" erklärt Dr. Florian Bauer die Bedeutung des Preises. Dabei hat der optimale Preis
eigentlich gar nichts mit dem Wert eines Produktes zu tun, sondern orientiert sich viel mehr an der Zahlungsbereitschaft der Konsumenten.
So versucht vielleicht ein Schnäppchenjäger immer das günstigste Angebot zu ergattern, auf der anderen Seite sind Verbraucher aber auch bereit,
für Fairness, Gewohnheit oder den Markennamen mehr zu bezahlen als eigentlich notwendig. Deshalb Vorsicht bei Sonderangeboten:
Wer Rabatte sät, wird auch Schnäppchenjäger ernten. Und dabei können wertvolle Margen verschenkt werden.
06.07.2011, 3SAT "nano"
"Der Preis ist heiß"
Traditionelle Pricing-Modelle gehen davon aus, dass der Konsument im Kaufprozess stets rational entscheidet. Dies entspricht jedoch nicht dem tatsächlichen Verhalten von Konsumenten. Kaufentscheidungen finden weder völlig vernunftbestimmt, noch unberechenbar statt.
In einer "GRoßen Internationalen PreisStudie" hat Vocatus das Kaufverhalten genauer untersucht. Fünf Entscheidungsmuster, sogenannte GRIPS-Typen, konnten dabei definiert werden: Dynamisch Preisbereite, Schnäppchenjäger, Verlustaversive, abgeklärt Gleichgültige und vergleichsscheue Gewohnheitskäufer. Dabei lassen sich Menschen aber nicht einem einzelnen GRIPS-Typen zuordnen, vielmehr unterscheidet sich das Kaufverhalten der Konsumenten je nach Produkt, Marke und dem Point of Sale. Diese Differenzierung ermöglicht es, nicht nur das Kaufverhalten besser vorherzusagen, sondern ist auch bei Preis-Optimierungen, Preis-Kommunikation und Preis-Management von enormer Bedeutung.
06.07.2011, Dinero
"Schnelle Schnäppchen"
In einem SWR2-Interview spricht Dr. Florian Bauer über das Kaufverhalten von Konsumenten, das meistens gar nicht so vernünftig ist,
wie oft angenommen wird: "Am Ende des Tages entscheiden wir weniger rational, als wir emotional entscheiden", meint der Pricing-Experte,
"wenn mir etwas gut gefällt, kann es sein, dass ich relativ spontan und unüberlegt zugreife".
Vorsicht sei vor allem bei Rabattaktionen geboten. Auch wenn diese kurzzeitigen Erfolg versprechen, setzen sie auf Dauer eine
gefährliche Schnäppchenspirale in Lauf. "Ich bin der Meinung, dass ein Rabatt auch begründet werden muss", so Bauer, "ansonsten
bleibt den Menschen nichts anderes übrig, als an der Wertigkeit des Produkts zu zweifeln".
18.04.2011, SWR2
Hier abspielen:
"Auch Schnäppchen müssen fair sein"
Auf der Straße, im Supermarkt oder in Werbeprospekten: Schnäppchen begegnet man beinahe immer und überall. "Händler sind überzeugt,
dass die Kunden meist nur wegen des Preises kaufen", meint Dr. Florian Bauer, Vorstand des Münchner Marktforschungsinstituts Vocatus.
Dabei seien die Konsumenten eigentlich gar nicht so auf den Preis fokussiert, oftmals kennen sie die Kosten für ein bestimmtes Produkt
überhaupt nicht. Der Preisforscher warnt sogar davor, mit zu vielen Sonderangeboten zu werben: "Die Anbieter erziehen mit ihrer
rabattlastigen Werbung die Kunden dazu, nur noch nach Schnäppchen zu suchen. Wer Rabatte sät, wird Schnäppchenjäger ernten".
Entscheidet sich ein Unternehmen dennoch für den Einsatz von Rabatten, müssen diese fair und gerechtfertigt sein. "Ich muss dem
Kunden einen Grund liefern, warum etwas günstiger ist", berichtet Bauer, "ein nicht begründeter Preis zerstört auch die wahrgenommene
Wertigkeit des Produkts".
05.04.2011, Stuttgarter Nachrichten
"Diese Schlagzeile ist gratis! Gerne geschehen."
Gratisangeboten begegnet man heute nahezu überall. Sie sollen Kunden binden, denn Rabatte aktivieren das Belohnungszentrum
im Gehirn und schalten den Verstand aus. Jedoch bezahlt der Kunde über Umwege dennoch für alles, was er konsumiert.
Statt der Freude über ein Sonderangebot bleibt der Ärger über undurchschaubare Preise. "Unfairness führt zu Unzufriedenheit",
weiß Dr. Florian Bauer, Vorstand des Münchner Marktforschungsinstituts Vocatus. "Für manche Konsumenten wäre die Freude gar
größer, wenn die Unternehmen einen Schlussstrich unter den Gratis-Kult setzen und stattdessen höhere, aber durchschaubare
Preise anbieten würden".
Ein weiterer Nachteil der Gratis-Kultur: Der Konsument verliert das Gefühl für den Wert eines Produktes.
"Die Konsumenten wurden zu Schnäppchenjägern erzogen. Irgendwer hat diesen Blödsinn angefangen, und jetzt müssen ihn alle ausbaden", so Dr. Florian Bauer.
03.04.2011, Die Presse am Sonntag
"Content darf nicht verschenkt werden"
Am 16. Dezember 2010 fand in Berlin die BDZV/ZV-Konferenz zum Thema "Zeitungen machen mobil" statt. Dabei ging es vor allem um die
Geschäftsmodelle bei mobilen Applikationen. Speziell der Preis sei dabei ein sehr wichtiges Thema, meint Dr. Florian Bauer, Vorstand
des Marktforschungsinstituts Vocatus. "Wiederholen Sie auf den Tablet-PCs nicht den Geburtsfehler des stationären Internets und geben
Sie Ihre Inhalte nicht kostenfrei ab", warnt der Preisforschungsexperte.
Die Leser müssen ein Gefühl für die Preise entwickeln und nicht den Eindruck vermittelt bekommen, dass mobile Produkte kostenfrei wären.
"Zahlungsbereitschaft ist wie ein Baum, sie wächst sehr langsam, aber man kann sie schnell wieder zerstören", weiß Bauer. Er empfiehlt
sogar, den Preis für digitale Applikationen anfangs höher anzusetzen, denn "senken kann man ihn immer, erhöhen nur schwer".
14.01.2011, bdzv.de
"Ende des Bauchgefühls"
Nach dem drastischen Anzeigeneinbruch der letzten Jahre setzen Zeitschriftenverleger nun verstärkt auf einen Ausbau der
Vertriebserlöse. Erhöhte Verkaufspreise bei Printprodukten sollen zukünftig steigende Umsatzerlöse garantieren. Doch um dabei
Auflagenverluste zu vermeiden, sei es besonders wichtig auf eine fundierte Preisforschung zu bauen. "Die bisher vielfach
praktizierten Daumenregeln bei Preisanpassungen stehen nicht auf empirischer Basis", meint Dr. Florian Bauer, Vorstand des
Marktforschungsinstituts Vocatus.
Es müsse viel mehr der Leser selbst im Vordergrund der Preisoptimierung stehen: "Bei diesen ist das Preisbewusstsein in der Regel
weniger stark ausgeprägt, als von den Verlagen vermutet", so Bauer. Ein Zeitungskunde von Vocatus konnte so innerhalb von 3 Jahren
die Preise um 32 Prozent erhöhen û ohne Leserverluste vermerken zu müssen. Hingegen seien Preisstrategien, die auf drastische
Rabattaktionen setzen, für einen nachhaltigen Umsatzerfolg fatal, warnt Bauer: "Das ist der falsche Ansatz, denn er lockt
Schnäppchenjäger und führt zu Drehtürabonnenten". Schleuderpreise seien auch gar nicht nötig, erklärt der Wirtschaftspsychologe,
da nur ein verhältnisgemäß geringer Teil der Zeitschriftenleser dem Typus "Schnäppchenjäger" zuzuordnen sei.
18.11.2010, Horizont
"Zufriedene Kunden kommen wieder"
Wenn ein Kunde in einem bestimmten Shop einkauft, bedeutet das nicht automatisch, dass er auch mit der Leistung des Unternehmens zufrieden
ist. Vielleicht liegt der Shop einfach günstig auf dem Arbeitsweg oder in der Nähe gibt es keine alternativen Anbieter. Um die tatsächliche
Zufriedenheit zu ermitteln, bieten sich regelmäßige Kundenzufriedenheitsanalysen an. Der Aufwand sei jedoch gerade für kleinere selbstständige
Händler nicht zu unterschätzen, meint Oliver Bössow, Leiter Research & Implementation beim Marktforschungsinstitut Vocatus.
Der Experte empfiehlt deshalb ein Feedback-System einzuführen. Hier werden Kunden per E-Mail gebeten den Shop-Besuch zu bewerten. Wichtig
dabei seien vor allem offene Fragen, bei denen die Kunden selbst formulieren können, was besonders gut war oder woran der Anbieter noch
arbeiten sollte. Doch Bössow warnt: "Wenn ein Kunde extreme Unzufriedenheit äußert, muss der Händler auch reagieren. Denn nichts ist für
Kunden enttäuschender, als Kritik zu äußern und dann keine Antwort zu bekommen". Mit diesen Bewertungen lassen sich gezielte
Handlungsempfehlungen ableiten. Damit steigert das Unternehmen die Zufriedenheit der Kunden, was nicht nur eine längerfristige Kundenbindung
gewährleistet sondern sich auch positiv auf den Unternehmenserfolg auswirkt.
18.10.2010, Telecom Handel
"Entdecke die Goldader"
Heutzutage ist es für Unternehmen nicht leicht, sich auf dem Markt zu behaupten. Der Wettbewerb ist international und auch die Produkte
unterscheiden sich meist nur noch gering noch von den Angeboten der Konkurrenz. Umso wichtiger sind dann zusätzliche Leistungen und ein
kundenorientierter Service. Ein gutes Beispiel dafür ist das Energieunternehmen Shell, das mit der Wiedereinführung der Tankwarte das Image
bei den Kunden und damit letztendlich auch den Umsatz spürbar steigern konnte.
Doch nicht alle Dienste werden von den Konsumenten bereitwillig angenommen. Das sieht auch Dr. Florian Bauer, Vorstand der
Marktforschungsinstituts Vocatus: "Tankwart, das klappt vielleicht, weil Leute ihn von früher kennen. Tütenpacker gab es hingegen noch
nie in Deutschland. Da fehlt die Erfahrung, und irgendwie fühlt man sich wohl auch beschämt, wenn man nicht selbst einpackt." Versteht
man aber die tatsächlichen Wünsche und Bedürfnisse der Kunden, kann sich ein Unternehmen damit deutlich auf dem Markt hervorheben.
"Wer guten Service bietet, verbessert damit auch immer die Situation seines Unternehmens", meint Bauer.
Oktober 2010, Brand Eins
"Preisforschung ist ein riskantes Thema"
Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde das Marktforschungsinstitut Vocatus für einen Ansatz in der Preisforschung ausgezeichnet.
Dr. Florian Bauer, Vocatus-Vorstand, über die Bedeutung von Pricing: "Der Preis ist ganz einfach der größte Hebel, den man hat, um das
Unternehmensergebnis unmittelbar zu beeinflussen." Doch gleichzeitig sei die Preisforschung ein riskantes Thema, bei dem falsche
Entscheidungen schnell entlarvt werden.
Wichtig sei es, nicht - wie die klassische Preisforschung - von rationalen Konsumenten auszugehen, die immer perfekt informiert sind
und stets vernünftig bewerten. "Wir schauen uns einfach an, wie Menschen tatsächlich entscheiden und wie sie im Laufe des
Entscheidungsprozesses mit dem Preis umgehen", so Bauer. "Dabei binden auch wir die klassischen Preisforschungsmethoden wie PSM oder
Conjoint Analysen mit ein. Nur korrigieren wir deren Ergebnisse an den Stellen, an denen sie auf Annahmen aufbauen, die eben realiter
falsch sind. So haben wir die Vorteile beider Welten verfügbar gemacht: Valide Ergebnisse mit den Modellierungsmöglichkeiten klassischer
Tools wie Conjoint". Und der Erfolg bleibt nicht aus: Für eine Tageszeitung beispielsweise konnte Vocatus eine Preissteigerung von 32
Prozent durchsetzen, ohne damit Auflagenverluste in Kauf nehmen zu müssen.
27.09.2010, planung-analyse.de
"Anspruchsvolle ePublishing Angebote bei vielen Verlagen in Entwicklung"
Bei der 3. Sitzung des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) standen vor allem das ePublishing und die Nutzung neuer Medien,
wie etwa dem iPad, im Vordergrund. Zusammen mit dem Münchner Marktforschungsinstitut Vocatus hat der VDZ die wichtigsten Punkte für ein
erfolgreiches ePublishing zusammengestellt. Zentrale Aspekte sind dabei eine einfache Bedienbarkeit und Navigation, die richtige
Preisstrategie sowie einen deutlichen Mehrwert gegenüber den Print-Medien.
Dr. Florian Bauer, Vorstand von Vocatus und Pricing-Experte, auf die Frage nach dem richtigen Preis: "In diesem Fall kann man sich nicht
an bekannten Parametern orientieren, hier sind weder der Content-Umfang noch die Orientierung am Printpreis relevant. Aus Sicht der
Verbraucher gibt es noch keine vergleichbaren Produkte, deshalb sollte man hier zunächst die Zahlungsbereitschaften der Nutzer
berücksichtigen". Bauer empfiehlt, die ePublishing-Produkte zunächst zu einem höheren Preis anzubieten. "Es ist einfacher die Preise
zu senken, als bei den Nutzern eine Preiserhöhung durchzusetzen", so der Marktforscher. Auch der Markteintritt sollte erst dann
beginnen, wenn die Applikationen vollständig entwickelt sind, denn Qualität sei für die Nutzer wichtiger als eine schnelle
Markteinführung.
14.09.2010, vdz.de
"Messmethoden für Mailings"
Bei der Planung und Gestaltung eines klassischen Mailings sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Sowohl die Farb- und Papierwahl, als auch der
Inhalt des Werbebriefes lassen sich ganz individuell für jede Zielgruppe anpassen. Es sei jedoch wichtig, den Empfängerkreis genau zu
definieren: "Die Qualität der Adressdaten hat einen wesentlichen Einfluss auf die Wirkung der Mailings û und auf die Möglichkeiten der
Marktforschung", bestätigt auch Dr. van Douwe, Senior Consultant vom Marktforschungsinstitut Vocatus.
Um einen möglichst großen Erfolg des Mailings zu garantieren, lässt das Münchner Institut Vocatus einen Werbebrief vorab in qualitativen
Gesprächen analysieren. "Bewertet werden Anmutung, Qualität und Haptik des Mailings, aber auch Umfang von Grafik und Text, Inhalt und
Zielgruppen-Fit", beschreibt van Douwe die Befragung unter Teilnehmern aus der Zielgruppe. Nach dem Versand kann der Erfolg mit der so
genannten Funnel-Methode gemessen werden. Hier bewerten Leser die Wirkung des Werbebriefes und geben an, ob sie sich überhaupt an diesen
erinnern können. Doch erst, wenn Empfänger positiv auf das Mailing reagieren, lassen sich Aussagen über den tatsächlichen Erfolg dieser
Marketingmaßnahme machen.
September 2010, versio!
"Wenn Kunden den Preis bestimmen"
Bezahlen was man will, das ist eine neue Art des Pricings. Und wider aller Logik scheint diese Preisstrategie erfolgreich zu sein: Ein
Restaurant lässt seit einiger Zeit die Gäste den Preis bestimmen und auch die Kunden der Optiker-Kette Apollo konnten während einer Aktion
den Wert ihres Brillengestells selbst festlegen. Verluste machten weder das Restaurant noch Apollo û im Gegenteil, nicht selten zahlen bei
diesem Geschäftsmodell die Kunden sogar mehr als den üblichen Festpreis.
Inzwischen gibt es erste Versuche diese Preisstrategie auch im Online-Geschäft anzuwenden. Der Erfolg ist hier jedoch eher durchwachsen. Denn
im Gegensatz zur Gastronomie oder anderen "realen" Verkaufsstellen fehlt dem Online-Geschäft der persönliche Kontakt zum Anbieter. "Eine
soziale Kontrolle gibt es hier nicht", meint der Wirtschaftspsychologe Dr. Florian Bauer. Das Motiv für etwas freiwillig bezahlen zu wollen,
sei hier ein anderes: Vor allem treue Leser oder Fans nutzen dieses Preismodell, um ein positives Statement abzugeben und ihre Zustimmung
auszudrücken. Deshalb profitierten auch in erster Linie Medien mit einer hohen Leserbindung von einem solchen Bezahlmechanismus.
07.09.2010, Süddeutsche Zeitung
"Freie Sicht auf alle Preise"
Mit der scheinbar paradoxen Idee des "Reisepreisvergleichers" konnten der Lastminute-Anbieter LÆTUR und das Marktforschungsinstitut Vocatus den
Preis der Deutschen Marktforschung 2010 gewinnen. Das Innovative dabei: LÆTUR verzichtet auf Rabattkämpfe mit dem Wettbewerb und setzt stattdessen
auf eine faire und transparente Preisstrategie. Auf der eigenen Website zeigt der Marktführer für Lastminute-Reisen den Kunden offen die Preise der
anderen Anbieter û und das auch, wenn LÆTUR einmal nicht das günstigste Angebot haben sollte. "Eigentlich ist der Preisvergleicher ja eine paradoxe
Idee. Aber er erfüllt unsere Erwartungen voll", meint Thilo Gaul, Leiter Produktsteuerung bei LÆTUR. Das zeigt auch die Conversion Rate, die bisher
um beachtliche 70% anstieg.
Warum der Lastminute-Anbieter damit Erfolg hat, erklärt Vocatus-Vorstand Dr. Bauer: "Die Zahl der Preissensiblen ist nicht so hoch, wie allgemein
erwartet wird". Oft seien Qualität und Transparenz für die Kaufentscheidung viel wichtiger als ein günstiges Schnäppchen. Zudem kann damit der
obligatorische Vergleich einer Reise bei verschiedenen Anbietern verhindert werden. Das ist auch das Fazit von LÆTUR-Vorstandchef Markus Orth:
"Unter dem Strich hält das Tool mehr Kunden vom Klick zum Mitbewerber ab, als dass es dazu verleitet".
13.08.2010, fvw û Magazin für Touristik und Business Travel
"Das IRIS-Netzwerk wächst weiter"
Das weltweit größte Netzwerk unabhängiger Marktforschungsinstitute hat ein neues Mitglied gewählt: ISRA Center ist nun der exklusive Partner für
Rumänien. Hardy C. Koth, Mitglied des IRIS Councils und Vocatus Vorstand, über die Bedeutung und Aufgaben des IRIS Netzwerks: "Wir wollen die
unterschiedlichen Instrumente der einzelnen Mitglieder zusammenführen und so eine Marktforschung entwickeln, die die verschiedenen Märkte und
Branchen einheitlich analysiert. Ergebnisse einer Preissegmentierung oder die Studie zur Mitarbeiterzufriedenheit sind damit weltweit vergleichbar.
Eine internationale Zusammenarbeit und die Erfahrung aller Mitglieder - das ist es, was IriS ausmacht."
Ein großer Themenschwerpunkt bei dem letzten IRIS Treffen war auch der steigende Einfluss der sozialen Medien. "Gerade weil die sozialen Medien
immer mehr an Bedeutung gewinnen, müssen Unternehmen diesen Trend nutzen", meint Koth. "Dabei ist es wichtig zu verstehen, wie sich die Nutzer
im Internet verhalten. Wir versuchen herauszufinden, welche Möglichkeiten die sozialen Medien bieten und wo die Grenzen liegen."
15.07.2010, iaa.ro
"Und dann kaufen wir sie eben"
Beim Einkaufen ist gerade im Hinblick auf den Preis die Vernunft erheblich seltener im Spiel als die meisten meinen.
Der Wirtschaftspsychologe Dr. Florian Bauer, Vorstand beim Münchner Marktforschungsinstitut Vocatus, erläutert, warum
Menschen meist nicht rational entscheiden: "Es geistert die Vorstellung herum, dass es einen fixen Marktpreis gibt,
und wenn Unternehmen den übersteigen, kaufen die Leute nicht mehr. Das verkennt aber die Unfähigkeit von Menschen,
stabile rationale Entscheidungen zu treffen. Jeder entscheidet in jeder Situation anders, immer im Vergleich zu
anderen Produkten. Wir wollen auch nicht ewig aufwändig entscheiden, das wäre Zeitverschwendung. Deshalb nutzen wir
Daumenregeln."
Zugleicht warnt er Unternehmen vor dem übermäßigen Gebrauch von Parolen wie "Geiz ist geil" oder "20 Prozent auf
alles": Dies funktioniere zwar, aber diese Strategien erreichten in erster Linie einen "Verfall der Wertigkeit von
Produkten", so Bauer. Denn mit dem Preis sinke auch der gefühlte Wert. Besonders kritisch sei es, wenn
Unternehmen in Krisenzeiten aggressiv Rabatte geben, warnt er: Denn dann "nehmen das die Leute als neue
Referenzpreise. Dann zahlen sie auch nach der Krise nicht mehr Geld, das Produkt ist ihnen weniger wert."
10./11.07.2010, die tageszeitung - sonntaz
"Den rationalen Käufer gibt es nicht"
Die Kugel Eis ist im Vergleich zu früher deutlich teurer geworden. Doch die Menschen kaufen trotzdem. Stellt sich
die Frage: Wann ist das Eis zu teuer? Der Wirtschaftspsychologe Dr. Florian Bauer vom Marktforschungsinstitut
Vocatus erklärt, warum Shoppen selten vernünftig ist: So gäbe es keinen absoluten Wertmaßstab dafür, was
beispielsweise eine Kugel Eis wert sei, erklärt er. "Menschen haben keine feste Vorstellung davon, wann ein Produkt
zu teuer ist", so Bauer. Vielmehr gewöhnten sie sich an schleichende Preiserhöhungen: "Vor ein paar Jahren
haben die Leute gesagt, wenn das Benzin eine Mark fünfzig kostet, dann lassen wir das Auto stehen. Jetzt sind wir
bei einem Euro fünfzig, und keiner hat aufgehört, Auto zu fahren."
Da Menschen folglich nicht rational entscheiden, muss die Preisforschung deshalb die Motive verstehen, die
Konsumenten zum Kaufen bewegen. Auf dieser Basis lassen sich dann Kaufentscheidungstypen identifizieren. Allerdings
ist hierbei Vorsicht geboten. Denn Konsumenten lassen sich nicht einfach in Schubladen stecken, erklärt Florian
Bauer weiter: "Beim Reisen ist einer vielleicht ein Schnäppchenjäger. Aber beim Auto zahlt derselbe Kunde für eine
verlässliche Marke viel Geld."
09.07.2010, taz.de
"Der Mensch ist komplexer, als es im Lehrbuch steht"
Auf dem vergangenen Tourismusforum in Vorarlberg warnte Dr. Florian Bauer, Vorstand des Marktforschungsinstituts Vocatus, vor Preiskämpfen
und Dumpingpreisen: "Der Mensch ist viel komplexer als es im Marketing-Lehrbuch steht", so Bauer. Rationales Verhalten komme in
der Realität selten vor, stattdessen wird der Kunde von vielen preispsychologischen Faktoren beeinflusst. So geht es dem Kunden meist
nicht darum, das beste Schnäppchen zu sichern, sondern in erster Linie keinen Fehler zu machen oder sich über den Tisch ziehen zu lassen.
Vor allem die Wertschätzung von Produkten sei entscheidend dafür, ob der Kunde bereit ist einen angemessenen Preis zu zahlen. "Dinge haben nicht
an sich einen Wert. Sie bekommen ihn erst durch Preiskenntnis. Und wenn ich die Dinge immer günstiger erhalte, fange ich irgendwann zu
zweifeln an, ob der Wert gerechtfertigt ist", erklärt der Marktforscher. Das ist auch das Resümee, das der Geschäftsführer des
Tourismusverbandes Vorarlberg zieht: "Wir müssen Mut machen, für gewisse Leistungen auch einen angemessenen Preis zu verlangen", so
Christian Schützinger, "es braucht ein Bewusstsein, wie Preise in den Köpfen der Konsumenten wahrgenommen werden".
16.06.2010, Vorarlberger Nachrichten
"Über die Kunst, den richtigen Preis zu finden"
Mit rund einer Million Urlaubern in der Wintersaison 09/10 ist Vorarlberg ein gut besuchtes Urlaubsgebiet. Dabei kann es nicht nur mit
einem gehobenen Angebot, sondern vor allem auch mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis punkten: Vorarlberg verzichtet auf
Schleuderpreise und stellt stattdessen die Qualität der Leistungen in den Vordergrund. Dr. Florian Bauer vom Marktforschungsinstitut
Vocatus erklärt, warum diese Vertriebsstrategie funktioniert, auch wenn es für die Kunden nicht das günstigste Angebot sein sollte:
"Absolute Preishöhen sind sekundär, weil Menschen Preise nicht absolut, sondern relativ bewerten". Man müsse das Entscheidungsverhalten
des Kunden verstehen, so Bauer, denn oftmals ist für den Gast die Qualität des Angebotes wichtiger als der Preis. Dabei stellte der
Marktforscher fünf verschiedene Kundentypen vor, die einen jeweils anderen Umgang mit dem Preis an den Tag legen und dementsprechend
auch unterschiedlich angesprochen werden müssen.
Im Gegensatz zu anderen Touristengebieten versucht Vorarlberg nicht, die Kunden mit Dumpingpreisen zu gewinnen, sondern überzeugt mit
Exklusivität und einer hochwertigen Leistung. In einem Interview mit dem österreichischen Rundfunk befürwortet Dr. Florian Bauer,
Vorstand des Marktforschungsinstituts Vocatus, diese Strategie: "Die Beherbungsgebiete wollen mit Qualität punkten und die hat zu Recht
ihren Preis". Dass damit automatisch auch die Kundengruppe eingegrenzt wird, ist für Florian Bauer kein Nachteil. So könne gezielt das
Kundensegment angesprochen werden, das auch bereit ist, für ein hochwertiges Angebot einen angemessenen Preis zu bezahlen. "Vorarlberg
sollte sich von Dumpingpreisen fernhalten und auch in Zukunft das Image eines gehobenen Urlaubsortes pflegen", so der Marktforscher,
"Denn wenn man mit zu günstigen Angeboten wirbt, bekommen die Kunden den Eindruck, dass die Leistung nichts wert ist".
15.06.2010, Österreichischer Rundfunk (ORF)
"Aktuelle Herausforderungen in der Marktforschung"
Mit Xing, Twitter und Facebook hat das Web 2.0 völlig neue Dimensionen geschaffen, die auch die Marktforschung zukünftig prägen werden.
Dr. Florian Bauer, der im Herbst 2009 zum Sprecher des BVM-Fachbeirats gewählt wurde, glaubt, "dass die Social Media ein wirklich relevanter Faktor sein werden".
Denn die Entscheidungsprozesse vieler Konsumenten haben sich schon jetzt deutlich verändert: "Wenn früher oft noch Mund-zu-Mund-Propaganda ein heimlicher Erfolgsfaktor war, hat sich diese Peergroup zunehmend ins Internet verlagert."
Dies gelte aber nicht nur für jüngere Zielgruppen, sondern betreffe auch die Entscheidungsprozesse älterer Kundensegmente.
Deshalb sei der dahinterliegende Trend auch für die für die Marktforschung außerordentlich entscheidend.
Denn: "Wir wollen Kaufentscheidungen erklären und vohersagen, allein aus diesem Grund sind die neuen Wege, die Konsumenten gehen, für uns relevant", so Bauer weiter.
Aber auch die Marktforschung selbst befindet sich im Umbruch.
So kam in den letzten Jahren verstärkt die Frage auf, ob die qualitative Marktforschung das tatsächliche Kundenverhalten besser ermitteln kann als quantitative Methoden.
Doch das dürfe nicht der zentrale Augenmerk der Marktforschung sein.
"Auftraggeber wollen eigentlich keine "qualitativen" oder "quantitativen" Methoden, sie wollen Antworten auf ihre Fragen", sagt Bauer.
Gleichgültig, welche Methoden im Einzelfall verwendet werden, müssen sie vor allem Eines können - die Kundenperspektive unverfälscht abzubilden: "Wir müssen den Markt der Auftraggeber mit den Augen des Kunden verstehen, nicht den Kunden aus den Augen der Auftraggeber beschreiben."
April 2010, bvm inbrief
"Zeitungspreise liegen zu niedrig"
Durch sinkende Anzeigenumsätze werden die Vertriebserlöse für Verlage immer wichtiger. Doch statt systematischem
Pricing entscheidet bei vielen Herausgebern meist das Bauchgefühl über Preiserhöhungen. Erfolgsversprechender
seien da empirisch fundierte Informationen, wie Florian Bauer von dem Münchner Marktforschungsinstitut Vocatus
erläutert. Befragungen, die nur die Zahlungsbereitschaft erheben, hätten aber wenig Aussagekraft, denn die meisten
Leser wüssten nicht, was sie monatlich für ihr Zeitungsabo ausgeben.
Auch die Kaufkraft, die traditionell als Messlatte für die Preishöhe herangezogen wird, hilft als Orientierungsmarke
hier nicht weiter: "Die Zahlungsbereitschaft für das Abo korreliert so gut wie nie mit der Kaufkraft", so Bauer.
Zudem sei für den Abschluss eines Abos beispielsweise die Bequemlichkeit des Käufers meist viel entscheidender als
der konkrete Preis. Ebenso wie der Auslöser für eine Kündigung selten der Preis sei, sondern eher der Ärger darüber,
die Zeitung täglich ungelesen ins Altpapier zu werfen.
Dennoch warnt er vor pauschalen Preiserhöhungen eindringlich: "Das Gießkannenprinzip funktioniert nicht". Vielmehr
sollte die gesamte Preisstruktur analysiert werden û inklusive Einzelverkaufspreisen, Studenten-Abos und Rabatten
für Neukunden. Je nachdem, wie die einzelnen Gruppen reagieren, ließen sich die Preise unterschiedlich stark anheben.
10.09.2009, Horizont
"Die Damenkarte findet zurück"
Speisekarten ohne Preise gehören zur gehobenen Gastronomie. Eingeladene Gäste bekommen sie insbesondere bei
Geburtstagsfeiern, Geschäftsessen oder auch Abendessen zu zweit in die Hand. Einige Wirte glauben sogar, mit einer
solchen Karte die Zufriedenheit ihrer Gäste erhöhen zu können, weil diese sich nicht durch die Preise ablenken lassen
und somit unbeschwerter speisen. "Vielleicht", sagt der Marktforscher Florian Bauer, "fällt durch die Damenkarte die
Wahl zwischen zwei Gerichten etwas freier aus."
Vor übertriebenen Erwartungen aber warnt der Preisexperte vom Marktforschungsinstitut Vocatus aber. Denn die
grundsätzliche Entscheidung nehme auch die Damenkarte dem Kunden nicht ab. "Wenn keine Preise danebenstehen,
malt sie die Kundin eben gedanklich daneben. Schließlich weiß sie ungefähr was beispielsweise ein Schweinsbraten im
Vergleich zu einer Dorade im Salzmantel kostet. Wenn die Dame dem Einladenden eher nicht so schwer auf der Tasche liegen
will, dann wird sie ein vermutet günstigeres Gericht nehmen und wenn ihr das gleichgültig ist, dass wird sie wohl dasjenige
wählen, dass ihr am meisten zusagt - unabhängig davon, wie günstig oder teuer ihr das im Vergleich zu anderen Gerichten
erscheint."
20.06.2009, Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung
"Wider den Homo Oeconomicus"
"Der größte Kriegstreiber auf dem Schlachtfeldern großer Preiskämpfe ist nicht der reale Konsument,
sondern ein hartnäckiges Phänomen, das leider in jedem Lehrbuch zu finden ist: der Homo oeconomicus", erklärt
Florian Bauer von der Vocatus AG in München.
"Preisstrategien, die auf diesem Konsumentenbild aufbauen, werden auch nachhaltig das befürchtete Ergebnis bringen: preissensitivere Kunden."
So verbauen sich Unternehmen auch die Potenziale, die in den Entscheidungsfehlern von Kunden schlummern, weil sie eben nicht rational entscheiden.
Dafür müssen sich Unternehmen jedoch in die Psyche ihrer Kunden hineinversetzen.
23.05.2009, Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung
"Gutes Kundenmanagement zahlt sich mehr denn je aus"
Kunden gehen in der Krise schnell verloren und lassen sich im Aufschwung auch nicht so leicht wieder zurückgewinnen. Deshalb sind Frühwarnsysteme besonders wichtig. Für Oliver Bössow, Fachbereichsverantwortlicher Kundenzufriedenheit beim Münchner Marktforschungsinstitut Vocatus AG, ist dafür die Integration von Kundennutzungs- und Beschwerdedaten im Unternehmen grundlegend, um rechtzeitig auf drohende Kundenabwanderungen zu reagieren: "So können Sie agieren, bevor der Kunde kündigt." Außerdem bekommen Kunden das Gefühl, dass ihre Reklamation an jeder Stelle im Unternehmen auch wirklich ernst genommen wird, "und das ist für die Kundentreue enorm wichtig" (Bössow).
Ein weiterer Faktor, der sich positiv auf die Kundenzufriedenheit und damit auf die Kundenbindung und -loyalität auswirkt, ist beispielsweise die umgehende und proaktive Information der Kunden bei drohenden Problemen, zum Beispiel bei einer Lieferverzögerung. "Probleme passieren. Aber es kommt auf den offenen Umgang damit an. Dieser ist die Grundlage für ein partnerschaftliches Kundenmanagement" erläutert Bössow.
Ein immer wiederkehrendes Problem ist zudem die generelle Erreichbarkeit und Schnelligkeit von Hotlines. Bössow: "Dabei gilt es bei allen den Kunden betreffenden Prozessen nicht den besten, sondern den optimalen Service-Level zu finden. Nicht für alle ist eine 24-Stunden-Lieferzusage maßgeblich für die Kundenzufriedenheit; nicht alle Kunden erwarten und brauchen eine 24-Stunden Erreichbarkeit der Hotline."
Mai 2009, Sales Business
"Studieren geht über Probieren"
Deutsche Verlage sind gegenwärtig zu einer beschleunigten Wandlung im Erlös-Mix ihrer Titel gezwungen. Während die
Einnahmen aus dem Anzeigengeschäft immer mehr zurückgehen, versuchen sie durch Erhöhungen der Verkaufs- und Abopreise
entgegenzusteuern. Preissteigerungen nach dem Versuch-und-Irrtum-Prinzip können sich allerdings sowohl kurz- als auch
langfristig negativ auswirken.
Wichtige Voraussetzung für Preiserhöhungen ist es, die Preisbereitschaften der Kunden zu kennen. Laut Florian Bauer vom
Marktforschungs- und Beratungsinstitut Vocatus ist die Befragung der Käufer ein zentraler Baustein für effektive
Preisgestaltung. Da die Verbraucherforschung aber oftmals vernachlässigt wird, besteht in zahlreichen Verlagen offenbar
noch ein vollkommen falsches Bild vom Leser. "Viele halten ihn für einen Homo Oeconomicus, der all seine
Kaufentscheidungen gut informiert und rational trifft", kritisiert Pricing-Spezialist Bauer. Genau das Gegenteil sei
jedoch der Fall: "Viele Leser wissen meist nicht, wie viel eine Zeitschrift kostet, und bemerken eine Preiserhöhung
überhaupt nicht." Vor diesem Hintergrund sei es beispielsweise falsch, das Thema offensiv zu kommunizieren.
05.03.2009, Horizont
"Verlage fokussieren Vertrieb/ Experten geben Tipps zu Copypreiserhöhungen"
Die Anzeigenerlöse im Printmarkt sinken krisenbedingt seit einiger Zeit dramatisch. Die Medienhäuser sind heute immer
mehr gezwungen ihre Vertriebsstrategie zu überdenken. Ein Mittel um die Verluste einigermaßen zu kompensieren ist es die
Copypreise von Zeitschriften anzuheben. In der Folge rechnet man 2009 mit deutlichen Verschiebungen im Erlös-Mix von
Anzeigen- und Vertriebsgewinnen. Zur besseren Abstimmung wenden sich Verlage zunehmend an Berater und Preisforscher.
In Sachen Preispolitik gibt es bei vielen Verlagen noch deutliche Defizite, wie Florian Bauer, Vorstand des
Marktforschungsinstituts Vocatus, feststellt: "Viele Verlage entwickeln ihre Strategie noch immer aus dem Bauch heraus."
Gerade bei diesem sensiblen Thema seien jedoch krisenbedingte Kurzschlussreaktionen nach dem Pi-mal-Daumen-Prinzip
gefährlich. Zu schnell könnten auf der einen Seite Leser verprellt oder im anderen Extremfall Euros verschenkt werden.
Stattdessen gelte es, zahlreiche Faktoren in die Kalkulation einzubeziehen. Laut Bauer ist eine Befragung der Käufer
hier unverzichtbar, um die Besonderheiten jedes einzelnen Printobjektes in der Marketingstrategie berücksichtigen zu
können. Nur so könnten langfristige Umsatzkonsolidierungen erreicht werden.
05.03.2009, horizont.net
"Rabattschlacht geht nach hinten los"
In Krisenzeiten setzen viele Unternehmen aus Angst vor einem Absatz- und Gewinneinbruch auf Preissenkungen.
Damit rutschen sie oft jedoch direkt in die nächste Krise.
Denn nach dem Marktforschungsinstitut Vocatus leidet dadurch der subjektiv wahrgenommene Produktwert.
Zum anderen "züchteten" sich sich die Unternehmen auf diese Weise sehr preisbewusste Konsumenten heran und erreichten damit genau das Gegenteil, dass sie beabsichtigt hatten: Statt mehr Umsatz und Gewinn verzeichneten sie so auf Dauer mehr preisgetriebene Schnäppchenjäger.
Dabei könnten Unternehmen gerade in Krisenzeiten mit Produkten punkten, die stärker an die Ängste und Sorgen der Verbraucher angepasst wären, so Dr. Florian Bauer, Vorstand bei Vocatus und Leiter der Studie "Smarter Pricing mit GRIPS".
13.02.2009, Vis à vis
"Empfehlungen zur krisenfesten Preisgestaltung"
Angesichts sinkender Absatzzahlen sind viele Unternehmen versucht, durch Preissenkungen Konsumenten zu gewinnen.
Doch das ist nicht unbedingt sinnvoll und zielführend, wie Dr. Florian Bauer, Vorstand bei dem Marktforschungsinstitut Vocatus AG erläutert: "Oftmals erwarten Konsumenten gar keinen Rabatt oder sie legen beispielsweise viel mehr Wert darauf, von ihrem Anbieter fair behandelt zu werden als darauf, den günstigsten Preis zu erhalten.
Deshalb sollten Unternehmen zunächst einmal untersuchen, ob sich tatsächlich die Kundenmotivation, der Kaufgrund und die Preisbereitschaft angesichts der Krise ändern oder nicht.
12.02.2009, Absatzwirtschaft Online
"Customer Experience Management: Sich selbst mit den Augen der Kunden betrachten"
Kunden spüren häufig, dass ihre Beziehung zur Bank als automatisierter CRM-Prozess gesteuert wird. Dabei bleibt allerdings die Gesamtsicht auf das Kundenerleben auf der Strecke. Andere Branchen zeigen: Durch gezieltes Lernen vom Kunden lässt sich eine höhere Serviceorientierung erreichen und die durch die Technik vergrößere Distanz zum Kunden wieder überwinden.
Ein besseres Verständnis für die Kundenwahrnehmung erfordert jedoch auch ein Umdenken in den Analysemethoden der Marktforschung: "Wir setzen hierfür stärker auf qualitative Elemente und quantitative Längsschnittbetrachtungen", weiß Andreas Beckenbach, Senior Consultant beim Marktforschungsunternehmen Vocatus. Gezielte Beobachtung und Rückkopplung mit den Kunden sind wichtiger als das Ausfüllen standardisierter Fragebögen. "Wir müssen das Verhalten der Kunden nicht nur messen können, sondern entschlüsseln und nachvollziehen", so Beckenbach.
November 2008, Bankmagazin
"Yahoo Studie: Werbung in Suchmaschinen birgt Potenzial"
Die meisten Internetnutzer wissen zu Beginn eines Kaufprozesses noch nicht welches Produkt sie erwerben wollen. Eine Studie von Yahoo! Insights und Vocatus zeigt auf, dass ein großes Potenzial für Werbeschaltung in Suchmaschinen besteht. Besonders die Belegung so genannter "generischer Suchbegriffe", die gerade bei der Suche zu Beginn einer Kaufentscheidung eine große Rolle spielen, verspricht eine hohe Werbewirkung. Dabei handelt es sich um allgemeine Begriffe ohne konkrete Markenorientierung, wie etwa "Fotohandy", die Nutzer in Suchmaschinen eingeben.
11.09.2008, horizont.net
"Yahoo-Studie: Werbung durch Informationsvermittlung"
Sponsored Links, die in Suchmaschinen mit allgemeinen Suchbegriffen verknüpft werden, nehmen die meisten Internetnutzer stärker als Informationsquelle denn als Werbung dar. Dieser positive Effekt für die beworbene Marke kann durch eine Verbindung des Links mit für den User tatsächlich hilfreichen Informationen sogar noch verstärkt werden.
Auch nach der Entscheidung für eine spezielle Marke kann intelligente Suchmaschinenwerbung und Geo-Targeting noch eingesetzt werden, um den Verbraucher zum Beispiel auf einen Shop in seiner Nähe hinzuweisen.
Dies sind zwei der Ergebnisse aus der Studie "The Power of Generic Search", die Vocatus im Auftrag von Yahoo! durchgeführt hat.
11.09.2008, adzine.de
"Nach Golde drängt es"
Das Thema Sport-Sponsoring ist in diesem Jahr besonders aufgrund der Fußball-Europameisterschaft und der Olympischen Spiele in Peking in aller Munde. Eine Reihe von Studien hat sich mit Methoden und Wirkungen beschäftigt.
Die positive Wirkung von Sport-Sponsoring hat das Marktforschungs- und Beratungsinstitut Vocatus in Zusammenarbeit mit dem International Research InstituteS IRIS in der éGlobal Sport und Sponsoring StudyÆ analysiert, in der Konsumenten aus 16 Ländern in Europa, Amerika und Asien befragt wurden. Demnach werten 76 Prozent der Umfrageteilnehmer es positiv, dass sich Unternehmen durch Sport-Sponsoring engagieren. Insbesondere geben 49 Prozent an, Unternehmen gegenüber positiver eingestellt zu sein, die sich im Sport-Sponsoring engagieren, und 41 Prozent würden bei zwei identischen Angeboten das Angebot des Unternehmens bevorzugen, das im Sport-Sponsoring aktiv ist.
September 2008, Geldwert - Privatkundenmagazin der DZ-Bank
"Mitarbeiterbefragungen: Mehr als ein Stimmungsbarometer"
Der Stellenwert von Mitarbeiterbefragungen in Unternehmen wächst zusehends. Handelbslatt.com befragte neben Vertretern namhafter Firmen auch Dr. Johann N. Häußler, den Fachverantwortlichen Mitarbeiter Commitment bei dem Marktforschungsunternehmen Vocatus, über häufige Fehler bei diesem Steuerungsinstrument und ihre Vermeidung.
Für die Mitarbeiter ist ein sehr wichtiger Punkt in Planung und Ausführung zum Beispiel die Anonymität û dies gilt besonders wenn Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer befragen: "Umfragen dürfen nicht als Fallbeil für die Karriere missbraucht werden", warnt Häußler. Dies gilt natürlich auch für Manager, denen schnell die Verantwortung für unzufriedene Mitarbeiter zugeschoben werden kann.
Ebenso sollte man aus der Perspektive der Führungsetage bei der Auswertung und Präsentation der Ergebnisse der Versuchung widerstehen, unerwünschte Werte zu verheimlichen. Häußler: "Es gibt immer Wege, etwas zu verpacken." Denn Unternehmenssteuerung beinhaltet schließlich auch effektive Problemkommunikation und -behandlung und gerade hier liegt schließlich der große Nutzen einer solchen Befragung.
22.08.2008, handelsblatt.com
"Ganz Ohr für die Belegschaft"
Mitarbeiterbefragungen werden mehr und mehr zur Optimierung von Unternehmensprozessen eingesetzt. Früher reichte es den Arbeitgebern meist, nach der Zufriedenheit ihrer Leute zu fragen. "Doch dies sagt nichts über deren Leistungsbereitschaft", weiß Johann Häußler von Vocatus. Viel aussagekräftiger ist das Engagement der Belegschaft.
Doch gerade angesichts der steigenden Nutzung der Methode muss immer bedacht werden, dass Befragungen von Mitarbeitern eine heikle Sache sind. Häußler: " Sie stellen einen massiven Eingriff ins Unternehmen dar." Ganz wichtig ist deshalb strenge Anonymität der Befragungen, die überwiegend online laufen. Der Betriebsrat sollte unbedingt schon zur Konzeption ins Boot geholt werden, rät Häußler. So kann und soll der für alle Beteiligten reibungslose Ablauf einer Mitarbeiterbefragung dazu führen, dass die Zusammenarbeit sich ebenso zu Gunsten aller verbessert.
22.08.2008, Handelsblatt
"Auf der Suche"
Es setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass man Verbraucher realitätsnah erforschen muss, wenn man auch wirklich umsetzungsrelevante Erkenntnisse erzielen will. Qualitative Methoden wie Verpackungstests, Emotionsmessung oder Online-Diskussionen haben entsprechend Hochkonjunktur.
So beschreitet auch Debitel neue Wege bei der Analyse seiner Kunden. Mit Hilfe der Online-Tagebuch-Methode von Vocatus konnten weitaus detailliertere Informationen über das Kündigungsverhalten von Mobilfunkkunden erhoben werden als bisher. Besonders die handfesten Verbesserungsmöglichkeiten, die sich aus dieser Art der Dokumentation von Verbrauchererlebnissen gewinnen lassen, sprechen laut Anke Schramm, Leiterin Marktforschung der Debitel Group, für diese Methode: "Das Tagebuch hat uns mehr gebracht als jede quantitative Studie."
August 2008, Absatzwirtschaft, Sonderheft "Media & Research"
"Einfach, komfortabel und intuitiv - Usability Forschung macht den Fortschritt bedienbar"
Über den Erfolg von Produkten entscheidet letztlich der Kunde. Und wie er entscheidet, hängt nicht zuletzt davon ab, ob er das Gesuchte auf der Website auch findet oder das neue Handy bedienen kann û sprich: wie gut die Usability ist.
Dabei beschränkt sich die Usability-Forschung keineswegs auf die Evaluation von Websites, bestätigt auch Dr. Ulrich van Douwe, Senior Consultant bei Vocatus: "Wir führen zum Beispiel regelmäßig "Testlabs" für verschiedene, vorwiegend technische, Produkte und Dienste durch. Nicht selten bringen Unternehmen aufgrund eines hohen Marktdrucks unausgereifte Produkte auf den Markt. Angesichts der Wettbewerbssituation kann sich das aber kein Anbieter erlauben û die Kosten, um den Imageschaden und den Vertrauensverlust auszubügeln, sind einfach zu hoch. Deshalb überprüfen Kunden in Testlabs die Produkte und Dienste über einen längeren Zeitraum vorab auf Herz und Nieren. Denn der tatsächliche Nutzer "tickt" ja oft ganz anders, als der Techniker, der das Produkt entwickelt hat."
Juli 2008, Research & Results
"Abschied von der Demographie - Wo ist meine Zielgruppe?"
Im Marketing-Jargon kommt aktuell niemand an den so genannten "LOHAS" (Lifestyle of Health and Sustainability)
vorbei. Wer kommt als nächstes? Hierfür fragte Horizont Marktforschungsunternehmen nach neuen Zielgruppen,
die bislang noch nicht beschrieben sind.
Dazu Vocatus-Vorstand Hardy C. Koth: "Der Preis ist heiß! Das glauben noch viele Marktforschung und
Marketingentscheider, wenn es um die Definition von Preisstrategien geht. Und begeben sich krampfhaft auf die
Suche nach dem rationalen Entscheider, dem typischen "Homo Oeconomicus", auf den sie ihre Forschungsmethoden
und ihre Preispolitik seit langem abgestimmt haben. Den, der sich über die Preise gut informiert hat, und
logisch, linear und nachvollziehbar entscheidet. Und wen finden sie? Den Schnäppchenjäger, den
Verlust-Aversiven, den vergleichsscheuen Gewohnheitskäufer und den dynamisch Preisbereiten. Weil wir wissen,
dass viele ihre Forschungsansätze so lieben und nicht ändern möchten, wünschen wir uns
für sie den dazu passenden Konsumenten, der sich endlich mal so entscheidet, wie es die klassischen
Forschungstools unterstellen."
Juni 2008, Horizont, Beilage zum 43. Kongress der Deutschen Marktforschung
"Auf die Fairness kommt es an"
Um neue Kunden zu gewinnen, senken Unternehmen gerne mal die Preise und werben mit Schnäppchenangeboten û ganz nach dem Motto "der niedrige
Preis wird schon locken". Für Dr. Florian Bauer, Vorstand des Marktforschungsinstituts Vocatus, eine fatale Entscheidung: "Es geht in erster
Linie um einen möglichst fairen Preis", so der Preisforscher, "die Leute wollen viel eher das Gefühl haben, nicht über den Tisch gezogen zu
werden". Außerdem sei es falsch anzunehmen, dass jeder Konsument zu jedem Zeitpunkt ein Schnäppchenjäger sei. "Das Preisverhalten ist keine
Charakterfrage", weiß der Marktforscher und betont dabei, dass sich der Umgang mit dem Preis je nach Produkt, Branche und Situation
unterscheidet.
20.03.2008, Süddeutsche Zeitung
"Sportsponsoring vor neuer Herausforderung"
Mehrere Studien belegen Sportsponsoring als wirkungsvolles Marketing-Instrument. Eine weltweite Erhebung von Vocatus in Zusammenarbeit mit
dem IRIS-Netzwerk zeigt, dass die Mehrheit der Befragten eine Unterstützung des Sports durch Unternehmen positiv bewertet. Dabei
befinden die Menschen besonders den Aspekt der Förderung nationalen Sports für positiv. Außerdem konnte die direkte
Verbesserung des Images von Unternehmen durch deren Engagement belegt werden. Bei fast jedem zweiten Befragten verbessert sich das Bild,
dass er von einem Unternehmen hat, durch dessen Förderungsaktivität.