
Eine internationale Studie von Vocatus AG zusammen mit dem IRIS-Netzwerk
16. Januar 2008
Zur Studie
Ende 2007 hat Vocatus in Zusammenarbeit mit dem IRIS-Netzwerk 9.307 repräsentativ ausgewählte Konsumenten aus 16
Ländern in Europa, Amerika und Asien zu ihrer Einstellung gegenüber Sport und Sport Sponsoring befragt. Die Befragung
umfasst die Länder Australien, China, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien,
Indonesien, Japan, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden und USA.
Kernergebnisse
Sport Sponsoring wird überwiegend positiv eingeschätzt
Die überwiegende Mehrheit der Befragten bewertet Sport Sponsoring Aktivitäten sehr positiv und beurteilen auch
Unternehmen, die sich im Sponsoring engagieren, positiver:
Nichtsdestoweniger profitieren aus Sicht der Befragten nicht nur der Sport und die Gesellschaft vom Sport Sponsoring, sondern vor allem auch den Unternehmen selbst. Sie sprechen sich auch mehrheitlich für ein Werbeverbot von Alkohol- und Tabakunternehmen im Sportbereich aus:
Nennenswerte Unterschiede sind dabei vor allem im internationalen Vergleich zu finden: So schätzen Konsumenten in
Griechenland, Australien und Indonesien insgesamt Sport Sponsoring am positivsten ein, bewerten es zugleich aber auch
realistisch als Werbeform, die Unternehmen vorrangig mit dem Ziel einer Gewinnsteigerung verfolgen. Hingegen sind
Finnen, Schweden und Polen generell am zurückhaltendsten gegenüber Sport Sponsoring eingestellt.
Deutsche heben im internationalen Vergleich besonders positiv hervor, mit Hilfe von Sponsoring Amateure
unterstützen zu können (75,2 Prozent im Vergleich zu 64,2 Prozent im internationalen Durchschnitt).
Sport ist ein wichtiges und emotionales Thema
Sport scheint generell ein wichtiges Thema zu sein. So haben rund Dreiviertel aller Befragten Spaß und Interesse
an Sport, sehen sich des Öfteren Fernsehübertragungen an, lesen Sportnachrichten und sprechen mit ihren Freunden
darüber.
Insbesondere für Japaner scheint das Thema "Sport" mit sehr großen Emotionen verbunden zu sein. Hingegen sehen
Niederländer, Schweden und Polen den Sport deutlich weniger emotional:
Die global beliebtesten Sportarten sind Fußball, Leichtathletik und Schwimmen
Die mit Abstand beliebteste Sportart ist dabei Fußball (60,4 Prozent) vor Leichtathletik (49,2 Prozent) und
Schwimmen (41,1 Prozent). In Deutschland dominiert Fußball das Sportinteresse wie keine andere Sportart in keinem
anderen Land (+24,5 Prozentpunkte gegenüber der zweitbeliebtesten Sportart).
Dabei geht hohes Interesse an Fußball aber nicht unmittelbar in jedem Land mit dem Erfolg der jeweiligen Mannschaften einher. So ist beispielsweise in Indonesien das Fußballinteresse trotz bescheidener Erfolge sehr hoch, während es in den USA und Frankreich eher mäßig ist, obwohl beide Länder international gesehen vergleichsweise erfolgreich sind.
David Beckham bekanntester Sportler weltweit, Fußballer dominieren beim internationalen Bekanntheitsgrad
Die Beliebtheit von Fußball zeigt sich auch deutlich bei den Sportlern, die von den Befragten am häufigsten
spontan erinnert werden: Dabei ist David Beckham mit weitem Abstand der bekannteste Sportler weltweit. Rund jeder
Fünfte nannte den Fußballer (im Vergleich: Michael Schumacher: 8,7 Prozent, Ronaldo: 8,5 Prozent, Ronaldinho: 8,3
Prozent, Tiger Woods: 6,2 Prozent). Unter den Top 15 Athleten befinden sich insgesamt fünf Fußballer und fünf
Tennispieler(innen).
Bekannteste Sport Sponsoren sind Nike, Adidas und Coca Cola
Als besonders aktiv im Sport Sponsoring werden die Unternehmen Nike, Adidas und Coca Cola gesehen. Sie werden von
15,4 Prozent (bzw. 13,5 und 11,4 Prozent) der Befragten am engsten mit Sport Sponsoring verbunden.